Krieg um Südossetien

Der Krieg um Südossetien

oder

Der Neue Kalte Krieg



1. Die Vorgeschichte

1989 ging die Sowjet Union unter, mit ihr auch der kalte Krieg: Der Kapitalismus siegte über den Sozialismus. Viele Staaten konnten nun Souverän werden, z.B. Polen, Ukraine, Serbien, Georgien und viele weitere. Aber nicht alle konnten wirklich unabhängig werden; wie etwa Südossetien, welches von den mächtigeren Ländern ausgenutzt wird. Es gab mehrere Kriege um Südossetien, jedoch ging es bei keinem um Menschenrechte.

1989 erklärte der oberste Sowjet in Südossetien die Gründung der Südossetischen Autonomen Sowjetrepublik. Noch im selben Jahr erklärte Georgien diese Republik für Unwirksam, womit der erste Krieg begann. Anfang 1990 endete der Krieg mit der Belagerung Zchinwalis durch Truppen Georgiens. Südossetien blieb ein Teil Georgiens. Es begann eine Zeit in der Südossetien mehrmals versuchte Unabhängig und Frei zu werden, jedoch wurde dies durch das militärische Eingreifen Georgiens verhindert. Da jedoch viele Russen in der Region leben, entschied sich Russland einzugreifen. Nach schweren Aufständen 1992 sollte eine 1500 Mann starke Friedenstruppe dort den Frieden sichern, diese stand unter Kontrolle von Russland, Georgien sowie Nord- und Südossetien. Georgien hatte zu diesem Zeitpunkt keine Macht mehr über Südossetien.

2004 ergriff Micheil Saakaschwili durch die Rosenrevolte die Macht in Georgien. Die Hoffnung auf Frieden in der Region entstand, erfüllt wurden diese nie. Noch im selben Jahr des Amtsantrittes legte Saakaschwili der UNO einen 3-Punkte-Plan vor um Südossetien wieder einzugliedern. Dieser Plan wurde von Südossetien abgelehnt. 2006 führte Südossetien eine Volksabstimmung durch, um den zukünftigen Status des Landes festzulegen: Das Volk stimmte ab ob der Staat Souverän bleibt oder in Georgien eintritt. Die 52.000 Wähler stimmten zu 99% für die Unabhängigkeit! Nach dem Völkerrecht sollte Südossetien von den westlichen Ländern anerkannt werden, was nicht der Fall war. Dazu ein Vergleich zwischen dem Kosovo und Südossetien.

Kosovo

Südossetien

Nach dem Völkerrecht besitzen sie dass Recht auf Selbstbestimmung. Jedoch garantierte die UN-Resolution 1244 die Territoriale Integrität Serbiens.

Nach dem Völkerrecht besitzen sie dass Recht auf Selbstbestimmung. Es gibt keinen Vertrag der ihnen dass verbietet.

Die Anerkennung des Kosovo durch beinahe alle westlichen Länder war rechtlich gesehen illegal.

Die Anerkennung von Südossetien wäre gerechtfertigt, jedoch erkennen die westlichen Länder Südossetien nicht an, da es angeblich Unruhen erzeugen würde, welche allerdings auch beim Kosovo entstanden.

Durch Saakaschwili verbesserte sich die Lage nicht, im Gegenteil: Proteste wurden mit Gewalt zerschlagen, Oppositionelle wurden verhaftet, verprügelt und sogar ermordet. Zudem ließ er die Medien zensieren und er ist für den Völkermord in Südossetien verantwortlich. Trotzdem schlug ihn Hillary Clinton 2005 für den Friedensnobelpreis vor, Saddam Hussein bekam für ähnliche Verbrechen die Todesstrafe.

2. Eskalation

Am 8. August begann der Angriff Georgiens gegen das entmilitarisierte Südossetien, es stand eine von den USA und der NATO hoch gerüstete Armee gegen einige leicht bewaffnete Friedenssoldaten. Trotzdem wurden Mehrfachraketenwerfer genutzt, Waffen welche zur großflächigen Zerstörung dienen; auch wurden Flüchtlingsströme mit Mörsern beschossen. Nach den Gefechten reiste der französische Außenminister Bernard Kouchner in die Region und sprach mit Zeugen: Nach diesen wurden Frauen und Kinder von Panzern überrollt; Leute in Häuser getrieben und dort verbrannt sowie dass georgische Soldaten Granaten in Bunker und Keller warfen wo sich Frauen und Kinder versteckten. Der Angriff forderte das Leben von 1492 Zivilisten.

Noch am selben Tag führte Russland den Gegenschlag aus, nach 3 Tagen endete der Krieg mit der Niederlage Georgiens.

3. Aftermath

Am 15./16. August wurde der 6-Punkte-Plan zwischen Nicolas Sarkozy

und Dmitri Medwedew geschlossen. Dieser enthält:

1. Einen Verzicht auf Gewaltanwendungen.
2. Die Endgültige Einstellung aller Kampfhandlungen.
3. Die Gewährleistung eines ungehinderten Zugangs zu humanitären Hilfsgütern.
4. Eine Rückkehr der georgischen Streitkräfte auf ihre ursprüngliche Position.
5. Einen Rückzug der russischen Streitkräfte auf jene Linien, hinter denen sie sich vor Beginn der Kampfhandlungen befunden haben. Die russischen Friedenstruppen sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, bis internationale Mechanismen vereinbart sind.
6. Die Aufnahme internationaler Gespräche über Modalitäten für die Sicherheit und Stabilität in Südossetien und Abchasien.

Bis heute wird Georgien durch Russland besetzt, und wird dafür weltweit kritisiert. Jedoch ist die Besetzung logisch: Die USA, die Nato und die EU rüsten Georgien weiter auf. Dabei wollten diese doch den Frieden fördern, statt dessen finanzieren sie einen Diktator. Russland derweil fürchtet einen erneuten Krieg, weshalb sie dort bleiben werden bis der Westen aufhört Georgien aufzurüsten.

Wahrscheinlich rechnete Saakaschwili mit dem eingreifen der USA, anders wäre es nicht erklärbar gewesen dass ein kleines Land wie Georgien die Supermacht Russland provoziert. Selbst beim Erstschlag wurden Leichen von U.S-Soldaten gefunden, diese hätten nie ohne den Befehl der USA angegriffen. Das russische Militär schlug jedoch zu schnell zu, der russische Geheimdienst war von der Aktion wahrscheinlich informiert, Russland wartete auf den Angriff, auf einen Vorwand um in Georgien einmarschieren zu können.

Warum lässt sich leicht an der Karte erkennen.

Russland wollte die Baku-Tiflis-Ceyhan Pipeline zerstören. Diese ist der Hauptkonkurrent für Russland gegen das russische Energiemonopol: Russland transportiert vom Zentralasischen Raum Gas und Öl nach Europa, der Anteil von Russland am europäischen Markt beträgt ca. 40%. Die einzige nicht-russische Pipeline ist die, die durch Georgien verläuft.


Während des Krieges soll Russland mehrmals versucht haben die Pipeline zu zerstören, jedoch scheiterten sie.

Es bleibt nur die Schlussfolgerung dass es weder Russland noch den USA um Menschenrechte geht, es geht um Öl und damit um Macht. Für Russland ist Europa der größte Energiemarkt, Europa andererseits braucht Russland als Energieversorger. Eine Beziehung bei der beide Seiten profitieren. Jedoch wollen die USA um jeden Preis verhindern, dass Russland wieder aufsteigt. Dafür riskieren sie einen 3. Weltkrieg; jedoch können sie sich keinen leisten. Die USA sind pleite und verlieren ihren Status als Supermacht, Russlands Wirtschaft hingegen wächst.

Es wird nicht mehr lange dauern bis die USA untergehen, dabei werden sie die EU wahrscheinlich mitnehmen. Russlands Wirtschaft wird die Krise wesentlich leichter überstehen. Die Folgen für die Geopolitik sind düster.