| Die Finanzkrise |
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Die Finanzkrise
Die Katastrophe wird kommen, nicht erst in einigen Jahren oder gar Jahrzehnten; es wird nicht aufhören und dann ist alles wieder in Ordnung. Die Börsenkurse befinden sich im freien Fall. Diese Krise wird die Hegemonie der westlichen Welt endgültig beenden. Dabei wird sie alle Länder mitnehmen die mit ihnen verknüpft sind: Was 1929 in der Weimarer Republik geschah, passiert heute in den USA, womit es sich in der ganzen Welt verbreitet. Doch die Krise in Weimar entstand durch den Versailler Vertrag, die heutige Krise entsteht aus dem System selbst.
I Ursprung Der Ursprung der Krise beginnt 1913 mit der Schaffung der Federal Reserve Bank, der Zentralbank der USA. Hauptaufgabe dieser Einrichtung war die Kontrolle der Geldmenge: Die Bank konnte Geld aus dem Nichts erschaffen und es auch wieder vernichten. Neu hergestelltes Geld wurde dem Staat jedoch nicht zur Verfügung gestellt; es wurde an ihn verliehen. Der Staat musste später das Geld mit Zinsen zurückzahlen. Jedoch war dies nicht möglich: Das Geld existierte nicht.Doch warum wurde überhaupt eine Zentralbank ins Leben gerufen, damalige Politiker konnten unmöglich so blind sein. Um diesen Umstand zu verstehen müssen wir noch weiter zurück, ins Jahr 1907: J.P.Morgan - ein reicher Banker – verbreitete das Gerücht über den Bankrott der Knickerbocker Trust Company, die drittgrößte Bank New Yorks. Am 22. Oktober wurden bei der Bank 8 Millionen Dollar abgehoben, zu der Zeit eine gewaltige Summe. Als auch noch die zweitgrößte Bank der USA, die Trust Company of America Ziel der Meute wurde, musste sie insgesamt 47,5 Millionen Dollar herausgeben. Die Börse wurde katastrophal getroffen; es war keine Geld mehr vorhanden um Aktien zu verkaufen, denn niemand besaß mehr das Geld um sie zu kaufen.Erst als J.P.Morgan 10 Millionen Dollar den Banken zur Verfügung stellte endete die Panik. Unter Aufsicht von Nelson W. Aldrich beriet eine Kommission Möglichkeiten um eine solche Krise in zukunft zu vermeiden, weshalb sie vorschlugen eine Zentralbank zu gründen. Diese sollte durch Regulation der Geldmenge Banken ständig mit Liquidität - also Geld- versorgen. Doch bis 1934 musste der Dollar noch von Gold gedeckt sein. Da die USA nur eine Begrenzte Menge davon besaßen, war die Federal Reserve beim Gelddrucken beschränkt. 1934 wurde diese Deckung aufgehoben, womit die Zentralbank unendlich viel Geld drucken konnte. Bei genauer Betrachtung erkennt man: Das System kann unmöglich funktionieren. Der Staat leiht sich zum Beispiel 1000000 Dollar von der Federal Reserve; nach einiger Zeit muss der Staat das Geld plus Zinsen zurückzahlen, bei 3% Zinsen muss er 1000000 + 30000=103000. Da das Geld jedoch nicht existiert, muss der Staat noch mehr Geld leihen um die aktuellen Schulden zu begleichen. Es entsteht ein Spirale, welche nur zur Verschuldung führen kann.
II Die Weimarer Republik "Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana ( 1863-1952)
Was heute passiert hat große Ähnlichkeit mit den Ereignissen der Weimarer Republik: Durch den Versailler Vertrag verlor das deutsche Reich einen großen Teil seines Territoriums sowie wichtige Teile der Infrastruktur, bekam die gesamte Kriegsschuld und musste Entschädigung leisten, durch Geld oder Industrie; dies jedoch in unbekannter Höhe. Bei späteren Verhandlungen musste Deutschland 20 Milliarden Reichsmark bezahlen, später wurde die Summe auf 132 Milliarden erhöht. Eine unmöglich zu bezahlende Summe. Die deutsche Regierung hatte jedoch keine Wahl da die Siegermächte mit Einmarsch drohten. Deshalb druckte sie Geld um die neu entstehende Industrie aufzukaufen und sie an die Siegermächte zu liefern. 1923 erreichte die Inflation ihren Höhepunkt, 1 Dollar hatte den Wert von 4.200.000.000.000 Reichsmark. Zu diesem Zeitpunkt herrschte eine Arbeitslosigkeit von 70%, wer arbeitete verdiente wertloses Papier; es ging nur noch ums Überleben. So entstand die erste, bis heute einzige Hyperinflation: Geld war nur noch wertloses Papier. In der heutigen Zeit sind wir auf den Weg zu einer schlimmeren Krise als die von 1923, durch das erhöhte schaffen von Geld wird versucht eine Finanzblase zu befriedigen, was bei einer sinkenden Wirtschaft geschieht. Lyndon H. LaRousch Jr. Nannte dies die Dreifach-Kurve, diese wird genutzt um den Beginn einer Hyperinflation zu beschreiben. Die Siegermächte sahen 1923 ihre Lieferungen aus Deutschland bedroht, weshalb Hjalmar Schacht die Rentenmark einführte. Dadurch endete die Hyperinflation, doch eine Deflation begann. Diese war vernichtend für die deutsche Wirtschaft, weil einfach kein Geld mehr vorhanden war um alle öffentlichen Prozesse aufrecht zu halten. Die Arbeitslosigkeit stieg weiter, das Volk verarmte stärker, die Lage wurde immer unmenschlicher. Massenelend dieser Größe ist ein perfekter Nährboden für radikale Gedanken, und durch Unterstützung Londoner Banker gelang es der NSDAP die Macht zu ergreifen; was danach geschah ist allgemein bekannt. III Entwicklung zur Katastrophe Als schwarzer Donnerstag ging der 24 Oktober 1929 in die Geschichte ein: Durch ihn begann die Weltwirtschaftskrise. Bis Ende 1928 stieg der Dow Jones rasant an, bis er seine Höchstmarke von 331 Punkten erreichte. 1923 lag er bei lediglich 100 Punkten. Die Idee der „eternal prosperity“, des unendlichen Reichtums entstand. Viele investierten in die steigenden Kurse, machten Schulden um sich noch mehr Aktien zu kaufen; bis der Kurs anfing zu fallen. Die ein großer Teil der Aktien mit Schulden erkauft wurde, bekamen diese Leute Angst ihre Schulden nicht zurückzahlen zu können, was sie nur bei steigenden Kursen möglich wäre. Panikartige Verkäufe brachen aus, der Dow Jones fiel dramatisch, der Kapitalfluss wurde geringer. Erst 1932 endete der Abschwung des Dow Jones bei 41 Punkten. Folgen dieser Krise waren Massenarbeitslosigkeit und eine enorme Anzahl verschuldeter Banker und Unternehmer. Schon während dieser Krise bekam die Börse Beschränkungen, welche jedoch nicht ausreichend war. Erst mit Franklin Delano Roosevelt wurde die reale Wirtschaft gefördert, die Börse bekam strenge Grenzen und ein soziales Netz wurde gespannt, welches eine Sozialversicherung, eine Rentenversicherung und Unterstützung für Hilfsbedürftige enthielt. Doch 1945 läutete sowohl der Tod Roosevelts als auch das Ende des 2. Weltkrieges eine neue Ära ein; die USA waren weder auf wirtschaftlichen noch auf militärischen Gebiet angreifbar, die Eliten an der Börse waren entmachtet, der produktive Sektor der USA florierte. Mit der 68er Bewegung ging es wieder abwärts: Diese Generation hasste die Industrie, Technologie, es war die typische Sex, Drugs & Rock'n'Roll Ära. Durch die Massenmedien ließen sie sich zudem leicht steuern. Die finanzielle Elite begann mit dem Abbau der sozialen und wirtschaftlichen Reformen, das Brett and Woods System - von Roosevelt zur Entwicklung der Welt gedacht – wurde 1971 abgeschafft. Der Dollar wurde zur Weltwährung,die Wechselkurse der Währungen konnten frei schwanken, langfristige Investitionen für ärmere Gebiete der Erde wurden unmöglich. Während der 70er Jahre begannen größere Unternehmen kleiner zu aufzukaufen, die Kartelle wurden wieder geboren, nachdem Roosevelt sie zerschlagen hatte. Die übernahmen wurden oft mit Schulden finanziert, die Unternehmen waren nur noch auf schnellen Profit bedacht; produktive Wirtschaft konnte diesen nicht liefern. So begann die Krise von neuem: der produktive Ausstoß sank, Wertpapiere gewannen. Im laufe der 80er Jahre wurden die Beschränkungen für die Börse aufgehoben, ein so profitgeiles System konnte auf nicht auf Dauer existieren. Am „schwarzen Montag“ im Oktober 1987 begann das System zusammenzubrechen, die Kurse fiele um 20% an einem Tag. Der Vorsitzende der Federal Reserve schuf daraufhin eine gewaltige Schuldenblase um die Auswirkungen der Krise zu verstecken, die Blase musste jedoch mit Geld versorgt werden: Eine gewaltige Inflation begann, welche jedoch durch die „Globalisierung“ nicht zu erkennen war. Normalerweise müssten die Preise drastisch steigen, doch die Entwicklungsländer wurden ausgebeutet, indem sie in Billiglohn Paradiese verwandelt wurden, aus denen die USA importierten. Durch die Globalisierung fielen die Löhne, doch fiel es nicht auf da mehr Geld da war, welches wesentlich weniger Wert war(heute hat der Dollar nur noch 0,045454545 des Wertes von 1913). Das Volk wurde abhängig von Schulden, Schulden welche sie wahrscheinlich nie zurückzahlen können würde. Mit dem Y2K Betrug wurde 1998 ein Versuch gestartet das kollabierende System wieder aufzublasen, indem dem Volk vorgegaukelt wurde, dass jede Software am 1. Januar 2000 wieder auf den Stand vom 1. Januar 1900 fallen würde. Dies erzeugte einen Kaufrausch. Die Aktien der IT-Unternehmen boomten, sie wurden teilweise mit Krediten gekauft; bis alles in die Luft flog. Die IT-Branche geriet in die Rezession, von der sie sich nur langsam erholte. Doch um die Schuldenblase der USA zu versorgen war noch mehr Geld nötig. Seit dem 11. September 2001 geriet der Fokus von der sterbenden Wirtschaft auf den Terrorismus, unsichtbaren Kriegern, welche aus dem nichts auftauchen und mit geradezu lächerlichen Mitteln den am besten gerüsteten Staat der Welt angreifen. Die Folge waren 2 illegale Kriege, und ein Vorwand noch mehr Geld zu erschaffen und ins System zu pumpen. Zur gleichen Zeit bekamen die Banken enorme Summen für Hypotheken: Der Wert von Immobilien stieg rasant an, wodurch sich die Entwicklung der Grundstücke beschleunigte. Doch die Wirtschaft der USA sank, die Inflation wurde stärker und in einigen Gebieten waren die Mieten höher als das Durchschnittseinkommen. Die Banken brauchten jedoch Einkommen um den Markt aufrecht zu halten: Der Sub-Prime Markt entstand. Es wurden immer mehr Kredite an Leute gegeben, die es sich nicht leisten konnten um das System am Leben zu halten. Hier wurde Experten klar, dass das System kollabieren würde. Erst mit der Zeit wurde klar das nicht mehr der einzelne Markt zusammenbrechen würde, sondern das gesamte System selbst. Island ist Pleite, Pakistan kurz davor, Kalifornien wird als nicht mehr Kreditwürdig gesehen, weshalb es sich Geld vom Bund leihen will. Der Bürgermeister von Chicago will die öffentlich Einrichtungen für 6 Tage schließen um Geld zu sparen. Beinahe jeder westliche Staat ist komplett verschuldet und da Geld aus dem Nichts erschaffen wird und gegen Zinsen verliehen wird, wie kann ein Staat jemals Schuldenfrei werden? Er kann es nicht, es ist unmöglich. Auf Dauer kann so nur ein Staat nach dem anderen Bankrott gehen. IV Pläne Da nacheinander alle größeren Banken anfangen zu kollabieren, schenkt der Staat ihnen Geld, Geld vom Steuerzahler. Der Paulson Plan – welcher noch schlimmer als der Bail Out Plan war - werden Milliarden für die Banken ausgegeben. Anstatt eine langfristige Lösung zu finden pumpen die Staaten immer mehr Geld ins System, was bei einer Inflation katastrophal ist: Man könnte genauso versuchen eine Überschwemmung zu bekämpfen in dem man Wasser hinein fließen lässt. Europa macht genau das gleiche. Das System ist bereits 2007 mit dem Entstehen des Sub-Prime Marktes gestorben, die Leiche zittert nur noch. Das System kann nicht reformiert, verbessert oder auf irgendeine Art gerettet werden. Finanzielle Pläne werden die Krise verzögern, aber wenn sie kommt, wird sie noch schlimmer werden. Deshalb kann nur durch eine politische Lösung die überwunden werden. Wir stehen an fast dem selben Punkt wie Weimar 1929: Entweder rettet uns eine politische Reform oder der Faschismus kehrt zurück. Zurzeit gehen wir in Richtung Faschismus. V Utopie Vielleicht wird die Krise eines verdeutlichen: Die Menschheit braucht kein Geld mehr, genauso wenig wie Politiker, Soldaten, Banken oder Kriege. Jede auf Geld basierende Wirtschaft wird zusammenbrechen, weil bei jeder Geldwirtschaft das oberste Ziel Profit ist. Der Mensch interessiert nicht. Genauso erzeugt Profit Korruption, Unterdrückung und Ausbeutung woraus Kriege entstehen. Freigeld wäre eine mögliche Übergangslösung, bei dieser Art von Geld ist eine Ansammlung von Kapital unmöglich, da das Geld mit der Zeit an Wert verliert. Doch da die Kreativität des Menschen immer Lösungen findet, wird die Korruption wieder beginnen. Seit tausenden von Jahren hat sich der Mensch die Physik zu nutze gemacht, doch der menschliche Geist ist gleich geblieben: Noch immer sind wir auf Wettkampf, auf Gewalt und Brutalität getrimmt. Erst wenn sich jeder wandelt, und zwar aus seinem eigenem wollen heraus, dann kann sich die Gesellschaft verändern. Die gegenwärtige Gesellschaft kann die modernen Probleme nicht lösen, da sie an alte Normen, Muster und Traditionen gebunden ist, diese engen den Menschen ein. Gewalt ist die Konsequenz. An alle Leser, bitte lesen sie Jiddu Krishnamurti – Einbruch in die Freiheit, ein geringer Aufwand wird ihnen großen Nutzen bringen. Erst wenn jeder Mensch frei ist, kann eine Anarchie beginnen, es werden keine Politiker nötig sein, da das Volk sich selbst bestimmen wird, und zwar demokratisch.
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