China
Geschrieben von: Frantic   

China und die Olympischen Spiele

Erziehungslager

 In China werden heute Hunderttausende von Personen in «Umerziehungslagern» festgehalten.
Polizisten können diese bis zu drei Jahre dauernde Strafe ohne Anklage oder Prozess anordnen, dies öffnet der Willkür Tür und Tor.

»Wir schliessen nicht aus, dass wir vor den Olympischen Spielen alle Drogensüchtigen aus Peking wegschaffen«, sagte ein Vertreter vom Büro für öffentliche Sicherheit kürzlich in Peking . Seit Monaten ist die Regierung der Hauptstadt darum bemüht, die Stadt für die Olympischen Spiele »aufzuräumen«: Obdachlose, Bettler, illegale Taxifahrer oder Strassenhändler werden von der Polizei in so genannte »Umerziehungslager« gesteckt, wo sie bis zu drei Jahren festgehalten werden können. Gefangene in solchen Lagern sind oft Opfer von Zwangsarbeit.

Todesstrafe

In China werden mehr Menschen hingerichtet als in allen anderen Ländern der Welt zusammen.
Mindestens 1010 Menschen wurden 2006 gemäss den Erkenntnissen von Amnesty International im Reich der Mitte hingerichtet.Da die chinesische Regierung Statistiken über die Todesstrafe als Staatsgeheimnis behandelt, ist die Dunkelziffer allerdings gross. Es ist davon auszugehen, dass in China 2006 bis zu 8000 Menschen hingerichtet worden sind.

Seit dem 1. Januar 2007 müssen sämtliche Todesurteile neu durch das höchste Gericht überprüft und bestätigt werden. Dies hat nach offiziellen chinesischen Angaben im Vergleich zu früheren Jahren zu einem markanten Rückgang von Todesurteilen und Hinrichtungen geführt. Amnesty International begrüsst zwar diesen Schritt der chinesischen Justiz, kritisiert aber, dass die Zahlen wegen der Geheimhaltung nicht überprüft werden können.

Transplantation der Organe

Der chinesische Gesundheitsminister erklärte im Juli 2005, dass die Mehrheit aller zur Transplantation freigegebenen Organe in China von hingerichteten Gefangenen stammte . Dies steht im Gegensatz zu kürzlich gemachten Äusserungen eines Abgeordneten des Supreme People’s Court, der aussagt, dass Organtransplantationen von hingerichteten Kriminellen sehr selten seien .

Seit dem 1. Januar 2007 ist in China ein Gesetz in Kraft, das die Organentnahme nur mit Zustimmung des Spenders oder der Spenderin erlaubt. AI zweifelt daran, dass eine zum Tode verurteilte Person in der Lage ist, eine solche Entscheidung zu treffen

Zensur im Internet

Hunderte von Internetseiten – darunter auch diejenige von Amnesty International – sind in China gesperrt.
Wer sich gegen die Zensur wehrt, wird hart bestraft.
Der chinesische Journalist Shi Tao wurde im April 2005 zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er einer US-amerikanischen NGO eine E-Mail über die chinesische Pressezensur im Zusammenhang mit dem
Jahrestag des Tiananmen-Massakers geschrieben hatte. Internetprovider wie Yahoo!, Google und Microsoft sind den chinesischen Behörden bei der Internetzensur behilflich.

Kein Land verfügt über ein so ausgeklügeltes System der Internetüberwachung wie China.
Mehr als 30'000 PolizistInnen überwachen das Internet rund um die Uhr.
Am stärksten davon betroffen sind JournalistInnen, JuristInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen.
Gefährlich ist es jedoch auch für alle anderen, die es wagen, die Regierung zu kritisieren oder sich übers Internet gegen die Ungerechtigkeiten der Behörden zu wehren

 

Politik und Sport haben nichts miteinander zu tun

Die Aussage ist für mich gelogen. China hat über 40 Milliarden ausgegeben um die Städte zu verschönern. Die Lager sind Menschenrechtsverletzend und für die Olympiade wurden Leute dort eingesperrt. Über 6000 Tiere wurden abgeschlachtet, nur um die Strassen olympiarein zu machen.

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=721716

Allein das, was China schon an Steuereinnahmen für Olympia bekommt, ist eine beachtliche Summe. Die Städte, die mit internationalen Geldern verschönert wurden, bleiben  erhalten und damit vermischt sich Politik und Sport miteinander.

Ich hab davor auch nie wirklich Olympia geschaut, aber dieses Mal hab ichs komplett boykottieren, denn anders kann man die Leute nicht drauf aufmerksam machen. Erst wenn die Fernsehsender keine Einschaltquoten mehr haben, wird sich Olympia was überlegen.

 

Trotz angekündigtem Boykott : Viele Politiker reisen nach China

Viele Politiker protestierten gegen die Menschenrechtsverletzungen in China. Zudem wurden die Zensur und das öffentliche Auftreten in Sachen Tibet stark kritisiert.

Nicolas Sarkozy, der Präsident Frankreichs und amtierender EU-Ratspräsident, hatte mit öffentlicher Boykottierung gedroht, was er jedoch nicht hielt. Mit der Aussage,dass "eine Demütigung Chinas die Menschenrechte nicht voran bringt", wird ihm Käuflichkeit vorgeworfen.

Die Eröffnungsfeier wurde mit 80 ausländischen Spitzenpolitikern angekündigt, wovon 17 amtierende Staatsmänner sind. Manchen wird vorgeworfen, dass wirtschaftliche Interessen wichtiger seien als Menschenrechte - der Grund, weshalb sie doch nach China fahren.

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=721733

 Fazit

Ich werde China boykottieren wo Ich kann. Für mich ist die ganze OlympiaSache eine Inszenierung eines totalitären Regimes. Aber auch Produkte sollte man vermeiden zu kaufen, um ihre Wirtschaft nicht noch unnötig anzukurbeln. Somit wird ihnen vielleicht bald klar, dass sie mit ihrem menschenrechtverachtenden Gesetzen keine Toleranz finden.

Leider ist es zum Teil unmöglich Alternativen für zB Tshirts zu finden , daher kann man China nicht vollkommen boykottieren. Aber es gilt : Je mehr, desto besser!