| Wirkung von Waffen und unsere Gefühlskälte |
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Vor 40 Jahren kämpfte die RAF mit unlegitimen Mittel gegen eine Gefühlskälte gegenüber dem Schaden, den Krieg und Waffen anrichten. Im folgendem werde Ich ein paar Waffen und ihre Wirkung erklären und vorstellen. Auf Bilder wird aufgrund von Copyright und auf Rücksicht des Jugendschutzgesetzes des Verwaltungsstaates Deutschland AG verzichtet.
MassenvernichtungswaffenAuch ABC Waffen genannt, lassen immer kolleteralschaden entstehen. Das A steht für Atomare Waffen, das B für Biologische Waffen und das C für Chemische Waffen.
NapalmbombenNapalmbomben sind Brandwaffen. Benzin wird mit anderen Stoffen zu einem Gel geformt, damit Napalm besser am Ziel haften bleibt. Zwischen 800° und 1200° kann das Gemisch heiß werden und bereits kleine Spritzer können grosse Verbrennungen verursachen, denn Napalm ist so gut wie unabwaschbar von der Haut. Da Napalm schlecht heilende Brandwunden und grosse Schmerzen verursacht, wurde es 1980 verboten. Die USA haben diesen Vertrag nicht unterschrieben und benutzen Napalmähnliche Stoffe auch im Irakkrieg.
StreubombenEine Streubombe ist eine Bombe, die in bis zu 2000 kleine Bomben zerteilt. Es gibt Explosions-, Brand- und Splitterstreubomben, die allesamt unkontrolliertes Leid anrichten, da ein genaues Ziel nicht angepeilt werden kann und nur flächendeckend Schaden entstehen kann. Streubomben sind aufgrund ihrer Effektivität die wirksamsten Distanzwaffen, die gegen Bodenziele eingesetzt werden können. Durch Streubomben können nicht nur Napalmbomben abgeworfen werden, sondern auch biologische und chemische Kampfstoffe. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Blindgänger, die 5-20 % der Gesamten Bombenmunition ausmachen. Sie bleiben oft jahrelang liegen und stellen eine Unfallgefahr für jedes Lebewesen dar. Im Kosovo (1999), Afghanistan (2001–2002) und im Irak (2003) wurden zusammengenommen fast eine Million Streubomben eingesetzt, zu denen eine hohe, noch nicht abschließend ermittelte Anzahl im Libanon (2006) hinzukommt. Anfang Juli 2008 ordnete das Pentagon an, dass nach 2018 „mindestens 99 Prozent der Sprengsätze einer Cluster-Bombe explodieren müssen“ http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,564464,00.html
Chemische WaffenChemische Waffen richten sich gezielt gegen Lebewesen und sind in folgende Kategorien einteilbar: -Lungenkampfstoffe: greifen die Lunge an. Es gibt keine Sauerstoffzufuhr und der Gegner erstickt (Chlor, Phosgen). -Blutkampfstoffe: Greifen das Blut und wichtige Organe an, was zum Versagen der Organe führt und somit zum Tod (Cyanwasserstoff (Blausäure), Chlorcyan). -Hautkampfstoffe: Werden eingesetzt wenn der Gegner nicht getötet, sondern nur kampfunfähig gemacht werden soll. Bei grosser angegriffener Hautfläche kann dies tötlich enden (Senfgas). -Nervenkampfstoffe: Lähmen wichtige Teile des Körpers und führen zu unkontrollierbaren Muskelzuckungen und Krämpfen (Sarin, Tabun, Soman) -Psychokampfstoff: Greifen die Psyche eines Menschen an, um ihn kampfunfähig zu machen (LSD, Benzilsäureester) Die meisten dieser Substanzen sind schädlicher als Gas, da sie flüssig sind und somit nicht dem Wind unberechenbar gegenüber stehen und weil sie an Kleidung und Schutzanzügen haften bleiben und ihre Wirkung auch später noch ausbreiten können. Seit 1997 sind chemische Waffen durch die Chemiewaffenkonvention international offiziell geächtet; auch die Entwicklung, Herstellung und Lagerung sind verboten. Dennoch bleiben die USA, neben Russland, nach wie vor größter Besitzer chemischer Kampfstoffe.
Biologische Waffen
Biologische Waffen richten sich gegen Lebewesen, meistens gegen zivile Ziele, da militärische Einrichtungen über genügend Abwehrmittel verfügen (Schutzanzüge, Impfungen und hochwirksame Antibiotika). Auch hier kann kategorisiert werden: -Bakterien: Zum teil sehr widerstandskräftig (Anthrax, Pest, Cholera, Q-Fieber, Tularämie). -Viren: Schwer zu diagnostizieren (Pocken, Ebola, Gelbfieber). -Pilze: Wird vorallem für den Verderb von gegnerischer Nahrung eingesetzt. -Toxine werden meist von Bakterien produziert und können im Zusammespiel mit ihren Produzenten erheblichen Schaden bewirken. Diese Kampfstoffe zeichnen sich entweder durch ihre leichte Verbreitung, ihre einfache Übertragung oder auch nur durch ihre hohe Mortalitätsrate aus. Es wird erforscht, biologische Waffen nur auf bestimmte Gene wirksam zu machen. Insbesondere Gene, die nur in bestimmten Regionen vorkommen. Das wäre eine völlig neue Form der Kampfführung für Militär, aber auch für Terroristen. Diese Waffe wird „ethnische Waffe“ genannt.
PhosphorbombenDas chemische Element Phosphor tritt in verschiedenen Formen auf: Als weißer, roter, schwarzer und violetter Phosphor. Jede dieser vier Modifikationen hat andere Eigenschaften, wobei der weiße Phosphor die flüchtigste und am leichtesten zu entzündende Form ist. Die Substanz brennt bereits, wenn sie mit Luft in Berührung kommt. Bei Menschen kann die Berührung mit weißem Phosphor zu schwersten Verbrennungen bis auf die Knochen führen. Weißer Phosphor ist gleichzeitig hochgiftig. Er stört wichtige Stoffwechselprozesse. Schon geringe Mengen können nach einiger Zeit zum Tode führen. Phosphor-Brandbomben kamen schon im Zweiten Weltkrieg und in Vietnam zum Einsatz. Noch heute werden an die Strände der Ostsee Munitionsreste angespült, weil die Alliierten sie dort nach dem Krieg entsorgt hatten. Auch im Irak gestand das Pentagon die Benutzung von Phosphorbomben, wobei versucht wurde, die völkerrechtswidrigen Waffeneinsätze zu verharmlosen. Auch Israel benutzt dieselben Ausreden, wie die USA: „Die Explosionen schauen phantastisch aus, und sie produzieren sehr viel Rauch, der den Gegner blendet, so daß unsere Streitkräfte rein können.“, so ein israelischer Sicherheitsbeamter. Ausserdem sollen dadurch die Angriffe auf den Gazastreifen 'abgeschirmt' werden Charles Heymann, Militärexperte und ehemalige Major der britischen Armee, warnte in der Times: „Wenn weißer Phosphor bewußt auf eine Menschenmenge gefeuert wird, wird am Ende jemand in Den Haag landen. Weißer Phosphor ist eine Terrorwaffe“. Wie ein US-Armeeangehöriger in einer Sendung sagte, entsteht nach der Explosion einer Phosphor-Bombe eine Wolke, die alle Lebewesen im Umkreis von 150 Metern tötet. Er habe mit eigenen Augen verbrannte Leichen von Frauen und Kindern gesehen.
UrangeschosseAbgereichertes Uran (depleted uranium, DU), ist Atommüll, der in Atomkraftwerken anfällt. Anstatt nun aber den radioaktiven Sondermüll sicher zu entsorgen, wird er in den USA der USamerikanischen Rüstungsindustrie kostenlos zur Verfügung gestellt. Abgereichertes Uran selbst ist ein chemisch hochgiftiges und radioaktives Material, welches auf Grund seiner hohen Dichte in panzerbrechender Munition eingesetzt wird. Es ist 1,7mal dichter als Blei. Das gibt den Urangeschossen eine erhöhte Reichweite und Durchschlagskraft. Die Biologin und Krebsexpertin Rosalie Bertell stellt dazu fest: »Bei dem Aufschlag auf ein hartes Ziel entzündet sich Uran. Die Temperatur des durch DU entstehenden Metallrauches liegt zwischen 3000 und 6000 Grad Celsius. Bei dieser hohen Temperatur nimmt das Uranoxid Keramikeigenschaften an und es wird unlöslich in Körperflüssigkeiten. Aus diesem Grund wird das einmal eingeatmete Uranoxid zur chronischen Quelle einer Uranschwermetall- und einer radioaktiven Kontaktstrahlungsvergiftung im Körper. Die Nanopartikel aus Uranoxid, die in dem Metallrauch entstehen, können eingeatmet in Körperzellen eindringen und eine maximale Strahlendosis an das Gewebe abgeben.« Der Skandal der neuen Uranwaffen wird verschärft durch den weit gehenden Mangel einer angemessenen öffentlichen Wahrnehmung. Weder die Soldaten noch die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten erhielten eine auch nur einigermaßen realistische Information über die hohe, tödliche Gefährlichkeit des radioaktiven Staubes, der durch die Explosion dieser Geschosse freigesetzt wird. Dieser Staub stellt eine Bedrohung für die Erde und das Überleben der Menschheit dar: Die Radioaktivität verteilt sich um den Erdball; die genetischen Schäden bei Menschen, Tieren und Pflanzen setzen sich über Generationen fort; ganze Gebiete werden unbewohnbar. http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/DU-Geschosse/runge-vilmar.pdf
VakuumBomben (Aerosolbombe)sind mit gesundheitsgefährdeten Substanzen gefüllt, die in die Luft abgegeben werden und einige Millisekunden später dann angezündet werden. Gefährlich ist diese Waffe vorallem für Bunker und Höhlen, da das Vakuum hier eindringen kann. Durch die Explosion der Bombe entsteht eine starke Hitze und ein Unterdruck (Vakuum), was häufig den Erstickungstod mit sich bringt.
AtombombenAtombomben sind die wohl tödlichsten Waffen der Welt. Während ihre Einschlagskraft schon Millionen von Menschen töten kann, zerstört die Druckwelle alles im Umkreis bis zu 20 km, wobei es weitere Radien gibt, wie zB der 50 % Überlebenschance im Umkreis von 100km. Eine einzige Rakete kann eine Fläche so gross wie Bayern zerstören. Die viel schlimmere Wirkung ist allerdings die atomare Strahlung. Sie wirkt noch jahrzentelang und führt selbst bei einer grossen Distanz zwischen Mensch und Einschlag zu Fehlbildungen von Körpern und Gesundheitseinträchtigungen.
NeutronenbombenNeutronenbomben haben eine geringere Sprengkraft als andere Atomwaffen, allerdings haben sie eine starke Neutronenstrahlung, die vor allem gegen gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt wird. Während normale Bomben mit ihrem Druck und ihrer Hitze uneffektiv gegen einen Panzer sind, kann Neutronenstrahlung ungehindert durchdringen und die Besatzung töten, ohne das Fahrzeug zu beschädigen. Der negative Nebeneffekt ist, dass eine sekundäre Radioaktivität erzeugt wird, die verbliebenes Material unbrauchbar macht. Die Aussetzung der Strahlung verursacht Haarausfall, Lähmung, Verlust der Sinneswahrnehmung und Artikulationsfähigkeit, Spasmen, unkontrolliertem Durchfall und Flüssigkeitsverlust und führt erst nach mehreren Wochen zu einem unhumanem Tod.
WasserstoffbombenWasserstoffbomben benötigen enorme Energiemengen um gezündet werden zu können. Darum wird eine kleine Atombombe als Zünder genutzt.Durch die freiwerdende Energie der Atombombe wird der übrige Teil (Fusionsmaterial), welches sich im Hauptteil der Bombe befindet, auf über 50 Mio. Kelvin erhitzt. Bei der ersten gezündeten Wasserstoffbombe wurde als Fusionsmaterial Deuterium und Tritium. In moderneren Bomben wird das feste Lithiumdeuterid 6LiD verwendet. Bei der Explosion bildet sich eine Druckwelle, die das Explosionszentrum in alle Richtungen verlässt. Also auch nach oben und nach unten. Die nach unten gehende Welle wird innerhalb kurzer Zeit am Boden reflektiert und fährt anschließend als zweite Welle nach oben. Durch diesen Effekt, durch die extreme Hitze im Explosionsherd, und durch den großen Durchmesser der auf Tausende Grad erhitzten Luft, hebt sich eine riesige Luftmasse entsprechend schnell nach oben. Um diesen Luftstrom "nachzufüllen", muss am Boden entsprechend viel Luft in Richtung Ground Zero nachströmen. Selbst in über 50 km Entfernung können dadurch noch Verbrennungen 2ten Grades an nackter Haut entstehen. Ausserdem entstehen so langanhaltende Stürme und im Umkreis von mehreren Dutzen kilometern können alle leicht entzündbaren Materialien Feuer fangen. Bei der Explosion der ersten großen Wasserstoffbombe, Codename "Ivy Mike", am 1. November 1952 beim Bikini Atoll, wurde eine kleine Koralleninsel pulverisiert und in die Luft hochgezogen. Die Explosion hatte eine Wucht von 10,4 Megatonnen, war also rund 830 Mal so stark wie die Hiroshima Bombe, was völlig absolut unvorstellbar ist. Der Feuerball hatte einen Durchmesser von 4,8 Kilometern, die in Bodennähe stattfindende Explosion riss an der Stelle, wo sich eine nette Insel befand, einen Krater mit 1,9 Kilometern Durchmesser und 50 Metern Tiefe ins Bikini Atoll. Bilder: http://www.brook.edu/fp/projects/nucwcost/mike.htm Das Schlusswort |




